Der gute alte Freund Punk ist nicht mehr das, was er mal war. The King Blues aus London zeigen, dass das nicht gezwungener Maßen nur Schlechtes bedeuten muss. Hier funktioniert das Ganze nämlich mit mehr als nur drei stumpf geschrammelten Akkorden. Mit ihren Ska- und Folk-Einflüssen in der Musik schafften sie es immerhin bereits auf die Bühne mit den Specials und den Pogues. Wieder einmal der Beweis, dass Punk eben vor allem eine Lebenseinstellung ist.
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Programm ASTRA

THE KING BLUES (UK) - ab 20.30 Uhr

TURBOSTAAT (D) - ab 21.50 Uhr
Schön zu sehen, dass Herz und Hirn noch in perfekter Symbiose leben können. Turbostaat sind dafür die Vorzeigejungs und haben sich mit krachenden Gitarren und intelligenten Texten seit 1999 zur Referenzgröße des deutschen Punkrock hochgespielt. Völlig zu Recht werden sie daher allerorts besonders für ihre Livepräsenz mit verdienten Lobeshymnen überschüttet.

CASPER (D) - ab 23.20 Uhr
HipHop trägt Baggy Pants und kommt aus den tiefsten Ghettos der USA? Na ja fast, denn der Rap-Hype des Jahres bevorzugt Röhrenjeans und stammt aus dem beschaulichen Bielefeld. Die Vorschusslorbeeren aus allen Ecken sorgten dafür, dass sich Casper mit seinem Album "XOXO" direkt auf Platz 1 der Charts festsetzen konnte und sein Profil bei Facebook mittlerweile an die 140.000 Fans zählt. Nur über "Bitches" und "Gras paffen" zu singen, ist eben auch irgendwann abgenutzt, die Zeit scheint reif für HipHop mit Tiefgang und Hardcore-Sozialisation.